Die unendliche Geschichte rund um Stairway To Heaven geht weiter

DIE UNENDLICHE GESCHICHTE RUND UM STAIRWAY TO HEAVEN GEHT WEITER

Led Zeppelin zählen seit Jahrzehnten zu den großen Drei der 1970er Jahre. Gemeinsam mit Deep Purple und Black Sabbath prägten sie den Sound des Hardrock. Ihr Status ist bis heute einer jener Bands, die unantastbar scheinen. Doch der Eindruck trügt. Die Gruppe Spirit und deren Sänger Randy „California“ Wolfe waren lange Zeit der Meinung, dass sich die Superstars für ihren Hit „Stairway To Heaven“ beim Spirit Song „Taurus“ bedient hätten. Der Rechtsstreit darüber tobte jahrelang und bisher war man davon ausgegangen, dass dieser durch ein Urteil beendet ist. Doch weit gefehlt. So wie es jetzt aussieht, geht die Frage rund um die Urheberrechte von „Stairway To Heaven“, in die nächste Runde.

Die erste Entscheidung dazu fiel bereits im Jahr 2016. Damals entschied ein Gericht zugunsten von Led Zeppelin. Doch kaum war das Urteil gefällt, stellte sich heraus, dass bei der Anhörung Fehler gemacht wurden. Also wanderte der Rechtsstreit in Folge zum Ninth Cicuit Court of Appeals. Dort kam es zu Beginn des Jahres zu einem neuen Urteil. Auch diese Instanz gab Led Zeppelin recht. Damit schien klar, dass der jahrelange Streit nun sein Ende gefunden hat. Doch der Treuhänder der Band Spirit fand nun einen neuen Weg, um die vermeintlichen Rechte seiner Auftraggeber einzuklagen.

Der Streit geht vor den Obersten Gerichthof

Er zog vor den USSupreme Court und forderte diesen auf Basis von La360 mithilfe einer Petition auf, das bisherige Urteil zu überdenken und den Prozess neu aufzurollen. Er beruft sich dabei auf Aussagen eines Richters, der zunächst genügend auffällige Parallelen zwischen „Stairway To Heaven“ und „Taurus“ gesehen hatte. Am Ende reichten die Vermutungen aber nicht, um ein Urteil gegen Led Zeppelin zu fällen. Das soll sich nun, wenn es nach dem Willen des Treuhänders geht, ändern. Der Oberste Gerichtshof der USA soll nun endgültig entscheiden. In der Petition kritisiert der Antragsteller das bisherige Urteil massiv und spricht von einem Desaster für Kreative, deren Talent oft von der Musikindustrie ausgebeutet wird. Gleichzeitig bezeichnet der Treuhänder die seiner Meinung nach gängige Praxis als Geschenk für die Musikindustrie und deren Anwälte. Er strich hervor, dass die bisherigen Urteile alle die Industrie begünstigen würden.

Der Streit geht vor den Obersten Gerichthof

Für Led Zeppelin muss die neuerliche Klage ein Déjà-vu sein. Doch hier geht es ganz offensichtlich um eine Grundsatzentscheidung. Für die Shows der Band hätte ein Urteil keine Auswirkungen, denn Led Zeppelin treten schon lange nicht mehr auf. Wozu die Band live fähig ist, stellte sie im Jahr 2007 unter Beweis. Die Gruppe entschloss sich zu einem einmalig stattfindenden Réunion-Konzert. Dieses sollte in London stattfinden. Der Ansturm auf das erste Konzert seit 20 Jahren übertraf alle Erwartungen noch bei weitem. Die Internetserver brachen aufgrund der Nachfrage völlig zusammen. Mehr als 20 Millionen Menschen weltweit wollten Tickets für die Show kaufen. Die O2-Arena in London fasste allerdings nur rund 20.000 Besucher. Trotz der Ticketpreise von bis zu 183 Euro wollte offenbar jeder Fan mit dabei sein. Grund für das Ereignis war ein Tribut an Ahmet Ertegun, dem verstorbenen Mitbegründer der Plattenfirma Atlantic Records. Er hatte die Gruppe einst unter Vertrag genommen. Den mittlerweile verstorbenen Drummer John Bonham ersetzte sein Sohn Jason. Alle Erlöse kamen dem Ahmet-Ertegün-Education-Fund zugute.